Beliebte Ausbildungen
Als Kind ist alles relativ einfach. Die Welt ist überschaubar, und man hat klar umrissene Vorstellungen. Wenn man Kinder fragt, was sie beruflich machen wollen bekommt man klare Antworten. Kleine Mädchen werden Tierärztin, die Jungs Feuerwehrmann oder Lokführer.
Die spätere Suche nach einem Ausbildungsplatz zeigt dann, dass die Welt doch nicht ganz so einfach ist. Aber was sind dann später wirklich beliebte Ausbildungen? Bei den jugendlichen mit Abitur liegen die Ausbildung zum Industriekaufmann/frau und zum Bankkaufmann/frau vor verschiedenen anderen kaufmännischen Berufen. Erst danach folgt der erste technische Beruf mit der Ausbildung zum Fachinformatiker/in. Weniger beliebte Ausbildungen sind bei den studienberechtigten jugendlichen Kaufmann/frau für Versicherung und Finanzen und Kaufmann/frau für Bürokommunikation.
Bei den jugendlichen, die die Schule ohne Studienberechtigung, also ohne Abitur verlassen ist die Rangfolge für beliebte Ausbildungen etwas anders.
Während bei den Mädchen die Ausbildung zur Friseurin weit vorne liegt, können Junge Männer zwar auch eine Ausbildung zum Friseur machen, beliebt scheint diese aber nicht zu sein. Die Ausbildung zur Köchin und zum Koch liegt bei beiden Geschlechtern etwa gleich auf. Bei den Jungen Männern ohne Abitur ist aber nach wie vor der frühere Kraftfahrzeugmechaniker, jetzt Mechatroniker unangefochten auf dem ersten Platz in der Liste für beliebte Ausbildungen. Die Mädchen holen hier allerdings im Vergleich mit früher etwas auf. Immer mehr Mädchen absolvieren eine Ausbildung in einer KFZ-Werkstatt.
Etwas abgeschlagen folgen bei den Jungen die Ausbildungen zum Fachinformatiker, zum Augenoptiker und zum Mediengestalter. Bei den Mädchen sind weitere beliebte Ausbildungen die zur Arzthelferin, zur medizinischen Fachangestellten und zur Bankkauffrau. Was an der Reihenfolge der Berufe auffällt ist, dass Studienberechtigte Jugendliche fast ausschließlich wirtschaftliche Berufe auf ihrer Liste haben, während die Absolventen von Haupt- und Realschulen vorwiegend technische und musische Berufe als beliebte Ausbildungen ansehen.Das muss aber nicht an einseitiger Begabung liegen, wie man auf den ersten Blick vielleicht denken mag, sondern möglicherweise daran, dass die Gewinnberechtigten den Ausbildungsberuf später als eine gute Einstiegsmöglichkeit ins Studium planen.