Schulische Ausbildung

Die schulische Ausbildung ist neben der dualen Ausbildung eine weitere Möglichkeit, ins Berufsleben ein zu steigen. Bei der schulischen Ausbildung, die nur für bestimmte Berufe zur Verfügung steht, muss sich der angehende Auszubildende bei der jeweiligen Berufsfachschule um einen Ausbildungsplatz bewerben. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für eine schulische Ausbildung vorliegen und wählt aus der Zahl der Bewerber so viele aus, wie Schulplätze zur Verfügung stehen.
Die vorgesehene Ausbildungsdauer für einen anerkannten Ausbildungsberuf muss mindestens 3 Jahre betragen. Davon unberührt sind mögliche Ausbildungszeit Verkürzungen aufgrund besonders guter Leistungen. Beträgt die Regelausbildungszeit weniger als 3 Jahre, handelt es sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, sondern um die Vermittlung eines anerkannten Berufsbildes.


Hat der Bewerber einen Schulplatz erhalten, muss er unter Umständen Schulgeld zahlen. Es gibt für finanzschwache Schüler die Möglichkeit, über gemeinnützige Organisationen die Ausbildung in bestimmten Berufen fördern zu lassen. Unterlagen über eine mögliche Ausbildungsförderung erhält der Berufsfachschüler dann im Sekretariat der Schule.
Meist werden bei der schulischen Ausbildung nach Schulbeginn in einem kurzen Ausbildungsblock die wichtigen Grundlagen des Berufes vermittelt, bevor der Schüler zu seinem ersten Praktikum in einen Betrieb geht. Hier soll er die Möglichkeit haben, übe einen Zeitraum von wenigen Wochen, meist sind es 3 Wochen, in den betrieblichen Ablauf zu schnuppern, bevor der Auszubildende wieder in die schulische Ausbildung zurück kehrt. Nach diesem ersten Praktikum bekommt der Berufsfachschülerin der Schule das weitere beruflich notwendige Wissen vermittelt.
Die Aufsichtsbehörde für die Berufsfachschulen ist die Schulbehörde des jeweiligen Bundeslandes.


Das größte Problem der schulischen Ausbildung ist die Zahl der Auszubildenden. Da die Schulen ein natürliches Interesse daran haben, ihre Ausbildungsklassen voll zu bekommen und nicht mit nur halber Klassenstärke auszubilden wird in vielen Bereichen über Bedarf ausgebildet. Die Schüler haben oft schon Probleme, einen Praktikumsplatz zu finden. Wie die spätere Arbeitsmarktsituation ist braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.
Ein Lösungsansatz für die schulisch Ausbildung wäre es, wenn die künftigen Schüler sich analog zum dualen System zuerst einen Betrieb suchen, in dem die Ihre Praktika absolvieren können und erst dann in die schulische Ausbildung einsteigen können.